Wurzelbehandlung (I)


Für spezielle Fälle steht uns nunmehr ein neues Wurzelfüllungsmaterial zur Verfügung, Pro Root MTA (Metallisches Trioxid-Aggregat). Mit diesem soll (besonders bei einer weit offenen Wurzelspitze) eine maximale Randdichtigkeit erzielt werden, wodurch ein Eindringen von Bakterien unmöglich gemacht werden soll.

Pro Root wird vor allem bei strategisch wichtigen Zähnen eingesetzt, also bei solchen, deren Verlust besonders schwer zu verkraften wäre.

Man verspricht sich von diesem neuartigen Präparat einige Zähne, die bisher als verloren angesehen werden mussten, doch noch erhalten zu können. Ob unsere hochgespannten Erwartungen auch erfüllt werden, wird die nächste Zukunft zeigen.

Die röntgenologische Kontrolle muß auch richtig interpretiert werden. Sehen wir uns folgendes Bild an:

Obwohl auf demRöntgenbild auf der rechten, blinkenden Bildhälfte eine scheinbar zu kurze Abfüllung dargestellt wird, ist diese aufgrund der anatomischen Verhältnisse (linke Bildhälfte) richtig.

Auf dem nächsten Bild

ist die Länge der Abfüllung zwar richtig, leider erweist sie sich am Rand nicht als dicht. Auf dem nächsten Bild ist dieser Fehler behoben:

Solange die Dentinkanälchen nicht infiziert sind, wie der folgende Blick ins Mikroskop zeigt,

ist ja noch alles in Ordnung. Wenn sich jedoch Mikroorganismen des Zahnes bemächtigen, wie am nächsten Bild ersichtlich,

wird man unvermeidbarerweise bald zur Zange greifen müssen ...

Solange "normale" anatomische Verhältnisse vorliegen, ist eine Abfüllung auch nicht schwer:

Wenn allerdings zusätzliche Verzweigungen und Seitenkanäle vorhanden sind, ist eine reguläre Abfüllung schwierig oder unmöglich:

Weitere Informationen zur letzten Abbildung

Zweite Informationsseite (Bakterienspektrum)

Dritte Informationsseite (Kanalquerschnitt)

Vierte Informationsseite (Entfernung abgebrochener Nadeln)