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Amalgam ist ein Gemisch aus Silber und Quecksilber (und einigen
anderen Metallen). Wenn es um die Frage der Giftigkeit geht, steht
das Quecksilber im Vordergrund.
Quecksilber ist das einzige Metall, das bei Zimmertemperatur flüssig
ist. In diesem Zustand ist es absolut ungiftig. Wenn man einem Menschen
Quecksilber intravenös spritzt, passiert gar nichts, es verursacht
nicht einmal Kopfweh.
Bei den Quecksilberdämpfen schaut die Sache schon ganz anders aus,
die sind nämlich ganz schön giftig. Lehnen Sie sich bitte jetzt
nicht beruhigt zurück, da Sie von den Quecksilberdämpfen ja nicht
betroffen fühlen. Quecksilber kommt nämlich in kleinen Mengen überall
vor: In der Kohle, im Holz, sogar den Bergen kann es in Vulkangasen
entströmen, und auch im Meerwasser. Wenn wir Kohle oder Holz verbrennen,
wird Quecksilberdampf frei und gelangt somit in die Atmosphäre und
damit ins Meerwasser, und dadurch wiederum in die Nahrungskette.
Was wir mit dem Verzehr von Meeresfischen, etwa im Luxusrestaurant
bei sündteuren Lachsköstlichkeiten, an Quecksilbermengen in den
Körper aufnehmen, übersteigt die Belastung, die uns aus den Amalgamfüllungen
erwächst, um das tausend-, ja sogar mehrtausendfache (!). Daher
sollten wir nur zwei mal wöchentlich Fisch zu uns nehmen. Sie brauchen
sich den Appetit aber auch nicht verderben lassen, denn in der Nahrung
kommt ja nur eine Methyl-Quecksilberverbindung vor, und das ist
in geringen Mengen ungiftig. Der Unsicherheitsfaktor besteht vor
allem darin, daß man nie weiß, ob nicht doch im Körper giftige Quecksilberverbindungen
entstehen. Die Eskimos, die ja auf den Verzehr von Fisch als praktisch
einzige Nahrungsquelle angewiesen sind, haben natürlich eine wesentlich
höhere Quecksilberkonzentration im Blut als wir in Europa. Ganz
besonders im Frühjahr steigt die Konzentration gewaltig an. Warum
dies so ist, wird noch eifrig beforscht. Es gibt schon zwei Theorien
dazu, die jedoch nicht als schlüssige Beweise gelten können.
Der Quecksilbergehalt des Urins (in µg/l, also Mikrogramm pro Liter),
beträgt bei
Amalgamträgern: 1-10 µg/l
Fischessern: 1-10 µg/l
Zahnärzten: 5-15 µg/l.
Mein persönlicher Wert, der vor wenigen Jahren erhoben wurde,
machte 0,9 aus (also weniger als "normal"). Ich fragte damals einen
Toxikologen, ob dieser Wert überhaupt glaubwürdig sei.
Dieser bejahte, da bei hygienisch perfekter Verarbeitung des Amalgams
durchaus auch Werte unter einem Mikrogramm vorkommen können.
Der WHO-Grenzwert beträgt übrigens 50 µg/l Urin.
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