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Weit verbreitete Irrtümer

Auf dieser Seite finden Sie einige häufige weit verbreitete Irrtümer, was die Nahrungsmittel betrifft.

Die Qualität der Lebensmittel hat durch die Düngung abgenommen.“ Nährstoffdaten aus jahrzehntealten und ganz neuen Tabellen suggerieren diese falsche Annahme. Durch den Fortschritt in der Analysemethode werden heute alle Einzelkomponenten und nicht nur Stoffgemische angeführt. Carotinoide wurden früher als Stoffgruppe gemessen, heute ist es möglich, das Pro-Vitamin Carotin aufzuschließen. Aktuelle Tabellen beziehen sich nur noch auf den Beta-Carotin-Gehalt und der ist natürlich weitaus niedriger als der Gesamt-Carotin-Gehalt.

Vitamintabletten erhalten die Gesundheit und sind notwendig.“ Aggressive Werbung suggeriert, dass nur Vitamin- und Mineralstoffpillen gesund erhalten. Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand beruht die gesunde Wirkung pflanzlicher Lebensmittel auf der Gesamtheit aller Inhaltsstoffe und nicht auf einzelnen Substanzen. Wissenschaftler vermuten daher einen positiven Ergänzungseffekt pflanzlicher Inhaltsstoffe. Der Körper braucht nicht nur das Vitamin C sondern die ganze Orange oder den ganzen Paprika!

Spinat ist wichtig wegen seines Eisengehaltes.“ So gro▀artig ist der Spinat auch wieder nicht. Brot, Hülsenfrüchte und Nüsse enthalten viel mehr Eisen. Es ist eigentlich eher Vorsicht geboten, und zwar wegen des hohen Nitratgehaltes. Übrigens: Spinat sollte keinesfalls wiederaufgewärmt verzehrt werden! Der hohe Nitratanteil wird nämlich beim Wiederaufwärmen chemisch in giftige leberschädliche Produkte umgewandelt. Die ersten Messungen des Eisengehaltes des Spinates wurden vor mehr als hundert Jahren von Schweizer Physiologen durchgeführt, die allerdings mit Spinatpulver arbeiteten, das ja ein Zehnfach-Konzentrat darstellt. Der angeblich hohe Eisengehalt des Spinates ist also absolut falsch und beruht nur auf der Verbreitung eines alten Rechenfehlers...

„Naturtrübe Säfte sind gesünder, weil naturbelassen.“ Das stimmt allerdings nicht, denn bei ungefilterten Säften setzen sich die Trübstoffe am Boden ab, und das sieht nicht gut aus. Es muß daher wasserklarer Saft produziert werden, der dann mit Trübungsmitteln versetzt wird, der keinen Bodensatz bildet.

„Konsumgift Kaffee.“ Die angeblich schädliche Wirkung des Kaffees läßt sich wissenschaftlich nicht erhärten. In mäßigen Mengen genossen, ist Kaffee ein unschädliches Getränk. Das Coffein kurbelt sogar den Serotonin-Stoffwechsel an und macht viele Menschen agiler, wendiger, und manche behaupten sogar "glücklicher".

„Dunkelbraunes Brot ist gesünder als Weißbrot.“ Wenn es sich nicht ausdrücklich um ein Vollkornbrot handelt, spielt die Farbe des Brotes absolut keine Rolle. Oft kommt die Färbung sogar nur durch Färbstoffe zustande und hat nichts mit einem höheren Ballaststoffanteil zu tun.

„Milchschokolade oder gar weiße Schokolade enthält Milch und ist daher gesund.“ Ob die Schokolade mit Kakao gefärbt ist, hat mit deren hohen Zuckeranteil, der gesundheitlich bedenklich ist, nichts zu tun. Ebenso wenig ist ein angeblicher "Milchgehalt" in einem so stark gezuckerten Nahrungsmittel als günstig anzusehen.

 

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