Kariesvorbeugung - letzter Stand


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Zuverlässigkeit und Praktikabilität traditioneller und neuer Methoden zur Diagnose initialer und manifester Karies

Die klassischen Karies-Diagnosemethoden sind:
•visuell
•taktil
•röntgenologisch.


Diese Methoden reichen zur Diagnose interproximaler Kavitäten aus,
nicht jedoch zur sicheren Diagnose
•initialer kariöser Läsionen,
•von Sekundärkaries oder
•Karies an der Zahnwurzel-Oberfläche.

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Weiterhin fehlt eine Methode, demineralisiertes Dentin von einer der mikrobiologisch aktiven Karies zu unterscheiden!

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Indikatoren für ein erhöhtes Kariesrisiko

Die Kariesinzidenz ist weltweit rückläufig, allerdings mit erheblichen interindividuellen Unterschieden. Die Entstehung der Karies ist komplex. Vermutlich handelt es sich um ein Zusammenwirken mikrobieller, genetischer, immunologischer, verhaltensspezifischer und umweltbedingter Faktoren. Als Einzelfaktoren gelten die Besiedelung der Mundhöhle mit Streptococcus mutans, beim kleinen Kind durch Übertragung innerhalb der Familie, Fluoridmangel, der Verzehr fermentierbarer Kohlenhydrate, unzureichende Mundhygiene, pathologisch verringerte Speichelsekretion und bei Kindern die Vorerfahrung von Karies. Für eine präzise Risikoabschätzung sollten die multiplen Indikatoren auf einer Skala nach möglichen Interaktionen erfasst und so besonders gefährdete Personen einer intensivierten Prävention zugeführt werden.

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Geeignete Methoden zur Primärprävention von Karies in jedem Lebensalter

Als erfolgreich erwiesen sich:
•Fluoridierungsmaßnahmen (Trinkwasser, Zahnpasta)
•Behandlung der Zähne mit Phosphat-Fluorid-Gel, Fluorid-Lack oder Chlorhexidin-Gel
•Versiegelung von Fissuren
• Austausch vergärbarer Zucker in Kaugummi, Hartkaramellen und Zahnpasta durch Polyole•
Mundhygiene
• und gesunde Ernährung.

 

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Die besten Behandlungsverfahren für initiale Karies

Zahnkaries ist bei frühzeitiger Diagnose heilbar. Vorhandene Strategien zur Primärprävention können auch therapeutisch erfolgreich eingesetzt werden, so z. B. die Behandlung oder Versiegelung der Zähne mit Fluorid und/oder Chlorhexidin.

Für andere mikrobiell wirksame Substanzen lassen sich noch keine Empfehlungen abgeben. Die Zukunft gehört der nichtinvasiven Kariesbehandlung mit Remineralisation; Voraussetzung ist die frühzeitige Diagnose kleinster Läsionen.

Quelle: National Institutes of Health Consensus Development Panel: National Institutes of Health Consensus Development Conference statement; Diagnosis and Management of Dental Caries Throughout Life, March 26-28, 2001. The Journal of the American Dental Association, 132 (2001) pp. 1153-1161. Zitiert nach IME 4-9948