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Die Realität in der Gerostomatologie ist eine
schlechtere orale Gesundheit als beim Durchschnitt der Bevölkerung.
Folgt man einer Interventionsstudie, führt eine gute Mundhygiene
bei Heiminsassen zu weniger Fiebertagen, weniger Lungenentzündungen
und weniger Todesfällen und hat dazu noch einen kostendämpfenden
Einfluss.
Ganz im allgemeinen belegen Studien, dass Personen
mit mehr Zähnen und/oder Zahnersatz eine höhere Lebenserwartung
haben und weniger chronische Erkrankungen entwickeln.
Richtige Ernährung, regelmäßige Kontrollbesuche
beim Zahnarzt und individuelle Mundhygienefähigkeit sind Eckpfeiler
oraler Gesundheit. Chronische Erkrankungen (Polymorbidität)
des betagten Patienten beeinflussen aber sehr oft alle drei Faktoren
negativ.
Die mehr oder weniger eingeschränkte Speicheldrüsenfunktion
im Alter (Autoimmunerkrankungen, Polypharmazie), führen zu
Mundtrockenheit (Xerostomie) und steigern damit die Kariesanfälligkeit
oft in dramatischem Ausmaß.
Geriatrisches Assessment
(Assessment=Beurteilung, Einschätzung): Zahnärzte sollten
ihr Wissen über physiologische und pathologische Alterungsvorgänge
erweitern, um älter werdenden Menschen ganzheitlich helfen
zu können und um damit beizutragen, dass nicht im Alter jahrlange
Prophylaxebemühungen in kurzer Zeit zerstört werden.
Das Vorhandensein eigener Zähne oder zumindest
ein guter Zahnersatz sind ein wichtiger Beitrag für ein erfolgreiches
Altern!
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