Orthomolekulare Medizin


Der menschliche Körper braucht für ein klagloses Funktionieren eine Reihe von Vitaminen und Spurenelementen, Mineralstoffen und essentiellen Fettsäuren, ohne die er nicht auskommt.

Der amerikanische Biochemiker und zweifache Nobelpreisträger Linus Pauling meint dazu: „Orthomolekulare Medizin ist die Erhaltung guter Gesundheit und die Behandlung von Krankheiten durch Veränderung der Konzentration von Substanzen, die normalerweise im Körper vorhanden und für die Gesundheit verantwortlich sind“.

Bei der in unserem Land herrschenden guten Ernährungslage ist ein krasser Mangel an Vitaminen und Spurenelementen, Mineralstoffen oder essentiellen Fettsäuren bei einem gesunden Menschen ohnedies nicht möglich. Aber ganz so einfach ist es auch wieder nicht. Im Rahmen besonderer Bedingungen wie intensiver Sportausübung oder belastender anderer Erkrankungen kann sehr wohl der Bedarf an bestimmten Vitalstoffen so hoch sein, dass er durch die Ernährung nicht ganz gedeckt wird.

Und das hat das mit de Zahnheilkunde zu tun? Der Zahnarzt ist in der glücklichen Lage, seine Patienten relativ häufig zu sehen und sein Wohlbefinden zu erahnen. Und wenn dieses gestört ist, kann er den Patienten an seine Fachkollegen weiterverweisen und dabei sollte er auch an die Orthomolekulare Medizin denken. Im Verlauf dreier Praxisjahrzehnte hat die Orthomolekulare Medizin bei mir eine nur untergeordnete Rolle gespielt, aber ganz verzichten kann man an diese Denkweise auch nicht.

Manche sprechen sogar davon, dass aufgrund der Umweltbedingungen Vitalstofflücken unvermeidlich sind. Das ist eine unbewiesene Behauptung, zumindest nicht nicht bewiesen durch seriöse großangelegte Studien. Aber man soll das Kind auch nicht mit den Bad ausschütten. Es kommt doch immer wieder vor, dass auch der Zahnarzt eine solche Vitalstofflücke entdeckt. Und deswegen ist die Orthomolekulare Medizin unverzichtbar.