Paradigmenwechsel in der Zahnheilkunde


Parodontitis löst systemische Erkrankungen aus!

Es kann nicht oft genug betont werden:

Parodontitis ist ein bedeutender Risikofaktor für systemische Erkrankungen wie Diabetes, KHK, Schlaganfall, Arteriosklerose und untergewichtige Frühgeburten.

Parodontitis scheint der größte Einzelfaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sein.

Ebenso stehen Hirnschäden mit dem Schweregrad der parodontalen Erkrankung in Beziehung.

Die bakterielle Thrombushypothese besagt, dass die Plättchenaggregation auch durch orale Mikroorganismen erfolgen kann (S. sanguis und P. gingivalis). So verursacht S. sanguis eine subakute Endokarditis. Das Odds-Risiko bei Patienten mit Parodontitis beträgt für einen Herzinfarkt 14:1 (Persson 2004). Zahnärzte haben bei rechtzeitiger Erkennung der Parodontitis und Therapieeinleitung ein wirkungsvolles präventives Instrument zur Hand.

Immer mehr Zahnärzte fordern einen Paradigmenwechsel und eine Neubeschreibung einer präventionsorientierten Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde.

Ausgehend von einer strukturierten Diagnostik steht das Prinzip der Schadensvermeidung, frühzeitigen Erkennung sowie einer minimalinvasiven und ursachengerechten Restauration im Vordergrund einen neuen Zahnmedizin.