| „Die regelmäßige
Einnahme von Vitamin C verhindert Erkältungskrankheiten“,
so lautet die landläufige Meinung. Eine neue Meta-Studie bringt
es jedoch an den Tag: es ist reines Wunschdenken. Nach der Analyse
von 55 Einzelstudien aus den vergangenen 65 Jahren kommen Robert
M. Douglas von der Australian National University und Harri Hemilä
von der Uni Helsinki zu dem Schluss, dass es sich bei der dem Vitamin
C zugeschriebenen vorbeugenden Wirkung offenbar um eine Legende
handelt.
Einzig bei Personen, die extremen körperlichen Belastungen
ausgesetzt sind - Marathonläufer,
Soldaten und Skifahrer -, vermindert die regelmäßige
Einnahme von Ascorbinsäure das Erkrankungsrisiko.
Der Konsum des Vitamins kann bei
8% der Durchschnittspersonen die Dauer von Erkältungskrankheiten
verringern. Der Effekt war jedoch mit den genannten
acht Prozent bei Erwachsenen und 14 Prozent bei Kindern jedoch relativ
schwach ausgeprägt.
Robert M. Douglas, Harri Hemilä: Vitamin
C for Preventing and Treating the Common Cold, in: PLoS Medicine,
Bd. 2, e168; doi:10.1371/journal.pmed.0020168. |