White spots


Ein hohes Kariesrisiko sollte rechtzeitig erkannt werden, um Demineralisationsprozessen entgegenzuwirken.

Weiße Schmelzläsionen, die so genannten White Spots, sind erster klinischer Ausdruck für Demineralisationsprozesse an der Zahnoberfläche und können den Beginn eines kariösen Prozesses darstellen. Sie resultieren aus sukzessiven pH-Schwankungen im Plaque-Biofilm, verursacht durch bakteriellen Metabolismus.

Die von Initialläsionen (White Spots) betroffenen Patienten sollten frühzeitig einer intensiver Mundhygiene-Fürsorge zugeführt werden.

Wenn man solche White Spots trocknet, erscheint die Oberfläche opak. In der Opazität spiegelt sich der Demineralisationsprozess wieder: Mineralverlust in den oberen Schmelzschichten führt zu erhöhter Porosität. Diese hat eine unterschiedliche Lichtbrechung und den Verlust der normalen Transluzenz des Zahnschmelzes zur Folge.

Erst in neuerer Zeit hat sich die Einsicht in der Kariesforschung durchgesetzt, dass es sich bei den White Spots um im Prinzip reversible Erscheinungen handelt: Sie sind remineralisierbar, vorausgesetzt es gelingt, das sie umgebende Milieu antikariogen zu verändern. Durch verbesserte Mundhygiene mit Entfernung des Plaque-Biofilms sowie durch den Einsatz von Fluorid-Präparaten lässt sich die Demineralisation dann umkehren: Die Aktivität der Initialläsionen wird gestoppt. Voraussetzung für eine solche Remineralisation ist jedoch ein frühzeitiges Eingreifen durch den Zahnarzt bei betroffenen Patienten. Notwendig hierfür wäre es, Faktoren vorhersagen zu können, die mit der Inzidenz von White Spots am Zahn und eventueller konsekutiver Kariesbildung assoziiert sind.

Manchmal lagern sich in der Folge auch noch weitere, oft braune Farbstoffe ein, was eine zusätzliche Verschlechterung der optischen Erscheinung zur Folge hat.

Ferreira MAF, Mendes NS: Factors associated with actice white enamel lesions; International Journal of Paediatric Dentistry 2005 (15): 327-334