Piercing


Für uns Zahnärzte ist nur das Piercing im Mund-, also im Lippen- und Zungenbereich von Interesse. Leider sind die „chicen“ Metalldinger nicht so ungefährlich, wie es die meisten Piercer versprechen. Daß manche dieser Piercer unhygienisch arbeiten, einige sogar primitivste Regeln der Hygiene nicht beachten und ihre Kunden damit mit Hepatitis und anderen gefährlichen Krankheiten anstecken können, ist nur ein Nebenaspekt.

 

Wenn man sich gepiercte Schleim- oder Hautstellen näher ansieht, muß man leider oft chronische (Schleim-)Hautirritationen feststellen, die für das ungeübte Auge des Laien vielleicht nicht auf den ersten Blick zu erkennen sind. Und was die Auswirkung auf den Gesamtkörper betrifft, ist eine gepiercte Körperstelle eine mögliche Eintrittspforte für viele Krankheitserreger. Es ist mit folgenden Komplikationen zu rechnen:

•Leberschäden (Hepatitis)
•Herzerkrankungen (Endocarditis)
•Nierenerkrankungen (Poststreptokokken-Glomerulonephritis)
•Knochenmarksentzündung (Osteomyelitis)
und andere mehr, die vorstehende Aufzählung erhebt keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit.

Leider werden bei gepiercten Patienten häufiger als sonst auch Allergien beobachtet, ja sogar das Auftreten eines toxischen Schock-Syndroms ist möglich.

Wer sich genaue Informationen über den Piercing-Vorgang selbst holen will, dem sei die Zeitschrift Hygiene und Medizin, April 2000, S. 142 bis 144, empfohlen.