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Schnarchgeräusche
entstehen durch das Flattern weicher Gewebsteile. Während des Schlafes
sinkt die Spannung der Muskeln im Hals- und Schlundbereich, sodaß
das Gaumensegel und Teile des Schlundes die Atemwege kurzzeitig verschließen.
Die benötigte Luftmenge muß mit höherer Geschwindigkeit
angesaugt werden und bringt dadurch weiche Gewebsteile zum geräuschverursachenden
Flattern (siehe das erste das erste Bild). Wenn die Spannung der Muskulatur
vorübergehend noch weiter abgesenkt wird, wie dies etwa durch die Einnahme
von Beruhigungstabletten oder Alkohol geschieht, wird dieser Vorgang noch
mehr verstärkt. Auch bestimmte bestimmte Schlafstellungen, vor allem
das Liegen auf dem Rücken, kann ein Absinken von Gewebeteilen begünstigen
und damit dazu beitragen, die Luftwege einzuengen.
Der Zahnarzt kann – nach genauer diagnostischer Untersuchung und Abklärung – eine Art Zahnspange einsetzen, die den Unterkiefer nach vorne holt und damit nicht so weit nach hinten absinken läßt (siehe das zweite Bild). In schwereren Fällen allerdings ist die Anschaffung einer Atemmaske oder gar eine Operation notwendig, vor allem dann, wenn es zu kurzfristigen Atemstillständen kommt. Das Auftreten von Atemaussetzern ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die unbedingt behandelt werden muß, da sie negative Auswirkungen auf die Gesundheit, ja sogar auf die Lebenserwartung, hat. In solchen Fällen ist eine Untersuchung in einem Schlaflabor unerläßlich. Die angestrebte Verlagerung des Unterkiefers nach vorne läßt sich individuell eingestellen, wie das dritte Bild zeigt. Man wird den Unterkiefer nur so weit nach vorne bringen, wie unbedingt nötig; aber auf jeden Fall ausreichend genug, um die angestrebte Wirkung zu erzielen. Inwieweit das Kiefergelenk auch ein Wörtchen mitzureden hat, muß ebenfalls zuerst abgeklärt werden. Wichtig ist jedenfalls die Freimachung der oberen Atemwege, sodaß keine weichen Gewebeteile mehr flattern und Geräusche verursachen können. Die Nicht-Atem-Phasen haben zumeist Auswirkungen auf das Herzkreislaufsystem. Diese sollten sich mittels eines Langzeit-EKGs feststellen lassen. Diese Diagnosemethode wird im Jahr 2001 von Prof. Dr. Gerold Porenta, Wiener Rudolfinerhaus, angeboten. Mit einer 90prozentigen Trefferquote erwies sich das Verfahren als äußerst effizient. |