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Zahnpflege vom ersten Milchzahn an
Nach dem Durchbruch der ersten Milchzähne sollte man die
Zähnchen mit einem Stoffläppchen abgewischen, am besten jeweils
nach einer Mahlzeit. (Mit Wattestäbchen hat die Mutter weniger Gefühl
als mit dem Stoffläppchen. Kinderärzte
lehnen Wattestäbchen auch für Ohren und Nase ab!)
Die Bereitschaft des Kindes den Mund aufzumachen und sich hineinschauen
zu lassen, muss spielerisch geübt werden. Erfolg bei Zahnpflege
und Zahnarztbesuch sind von dieser Bereitschaft des Kindes abhängig.
Die Vorbildwirkung ist enorm. Die Zahnpflege sollte von allen Familienmitgliedern
betrieben werden!
Ein regelmäßiges Ritual in allen Bereichen
der Körperpflege, der Nahrungsaufnahme, des Schlafengehens, usw.,
hilft dem Kind, sich an eine regelmäßige Zahnpflege zu
gewöhnen.

Eine richtige Kinderzahnbürste kann
motivieren! Dazu gelten folgende Regeln:
Bürstenkopf: klein (maximal 2 cm lang)
Bürstenhöhe: weniger als 1 cm
Borstenbesatz: dreireihig, in Büscheln (multilafted)
Borstenfeld: gerade (keine V-Stellung und andere Zuschnitte)
Borstenmaterial: Kunststoff, mittelhart, abgerundeten Enden
Bürstengriff: unbedingt breit (kein bleistiftartig schlanker
Griff!)
Wechsel der Zahnbürste: Alle zwei Monate

Elektrische Kinderzahnbürsten sind
zwar nicht unbedingt notwendig, wenn sie aber dazu beitragen, die
Zahnpflege-Motivation der Kinder zu erhöhen, sind sie durchaus
willkommen.

Reinigung der Zahnbürste nach dem Gebrauch:
Gute Abgespülung, Aufbewahrung mit dem Kopf nach oben, damit
die Borsten trocknen können
Jedes Familienmitglied sollte seine eigenen Zahnputzutensilien
haben.
Die Verwendung von Zahnpasta ist zunächst einmal nicht unbedingt
nötig. Später verlangt sie das Kind, weil es die Erwachsenen nachahmen
will.
Es gibt (gering) dosierte Kinderzahnpasten und Fluoriden - eine
individuelle Beratung bezüglich der Fluoridprophylaxe muß
in der Ordination erfolgen.
Für die Kinderernährung gelten
folgende Grundsätze:
Nicht zu süß und nicht zu oft!
Häufig bieten die Eltern den Kindern zu lange Breinahrung an. Sie
müssen erkennen, dass die Zähne zum Kauen gehören und die Kinder
zum Kauen erzogen werden müssen.
Eine weitere Unsitte ist, das den Kindern griffbereit umgehängte
Fläschchen. Kinder müssen genug trinken, besonders in der warmen
Jahreszeit - aber auf keinen Fall gesüßte Flüssigkeiten oder pure,
säureenthaltende Fruchtsäfte, und auch nicht ununterbrochen. Es
soll darauf hingewiesen werden, dass zu häufiges Trinken selbst
nicht zuckerhältiger Getränke, die Qualität des Speichels stört
und er seine schmelzmineralisierende Eigenschaften einbüßt. Es ist
aber sehr zu empfehlen, Trinklerntassen zu verwenden. Sie können
schon sehr bald von den Kindern gehandhabt werden, ohne dass sie
sich anschütten. Trinken sollten Kinder nur, wenn Durst vorhanden
ist, die Flasche sollte man nicht zum dauernden Begleiter machen!
Das vollständige Milchgebiss enthält 20 Zähne.
( In der Klammer ist der ungefähre Zeitpunkt des Durchbruchs
angegeben)
Vier mittlere Schneidezähne (6. bis 8. Monat)
Vier äußere Schneidezähne (8. bis 12. Monat)
Vier Eckzähne (16. bis 20. Monat)
Vier erste Mahlzähne (12. bis 16. Monat)
Vier zweite Mahlzähne (20. bis 30. Monat)
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