Stiftaufbau


Oft kommt es vor, daß der gesamte sichtbare Teil des Zahnes, die Zahnkrone, zerstört ist oder sich für eine Restaurierung als zu schwach und nicht tragfähig erweist. In solchen Fällen kann man die Zahnkrone entfernen und einen künstlichen Aufbau einsetzen, der in der Wurzel verankert ist und sich von außen von den Nachbarzähnen kaum unterscheiden läßt. Wir Zahnärzte nennen das einen Stiftaufbau.

Das folgende Bild zeigt drei Stufen:
1. Der Wurzelkanal, in den der Stift eingesetzt wird.
2. Der Stift.
3. Der fertige Kronenaufbau.

Kein Vorteil, der nicht auch einen Nachteil hat: Je besser der Stift verankert ist (und desto länger er ist), um so eher kann er die Zahnwurzel zu Bruch bringen, und umso dünner und kürzer er ist, umso eher kann er wieder herausfallen. Hier gilt es, einen vernünftigen Mittelweg zwischen Haltbarkeit und Lebensdauer zu finden.

Neben den Stiften aus Metall gibt es auch Wurzelstifte aus Spezialkunststoffen, die in den Zahn eingeklebt werden:

Selbst bei sehr schlanken Zähnen schimmert kein Metall-Grau durch, der Zahnaufbau ist durch und durch zahnfarben. Ein weiterer Vorteil ergibt sich daraus, daß die Bruchgefahr bei den Stiften aus Kunststoff wesentlich geringer sein dürfte. Über die Langzeithaltbarkeit kann man allerdings noch keine endgültigen Aussagen machen.